Enkaustik - abgeleitet aus der Griechischen Sprache - bedeutet soviel wie:

"dem Feuer ausgesetzt" oder "mit Feuer erwärmt".

Diese Kunstform stammt aus der Antike Griechenlands und Ägyptens, wurde also bereits ca. 3000 Jahre vor Christus von den damaligen Künstlern praktiziert.

Es war sehr schwierig, das Wachs zu gewinnen, zu färben und zu härten.

Alle Arbeitsvorgänge richteten sich in der Antike nach Sonne- und Mond- konstellation. Die Farben waren häufig mit Metalloxiden belastet und dadurch sehr giftig.

Bilder in Enkaustikmalerei konnten sich in der Antike meist nur die reichere Schicht leisten - der hohe Herstellungs- und Arbeitsaufwand waren sehr kostspielig. Die Künstler arbeiteten häufig zu zweit - der eine war zuständig für das Mischen und Erhitzen der Farben, und um den Malgrund für den anderen Künstler warm zu halten. Dieser verstrich mit ebenfalls erwärmten Cauterien das Wachs auf Stein, Marmor oder Holz.

 

Heute können wir Enkaustiker unsere Malgeräte mit Strom erhitzen, dadurch haben wir es wesentlich einfacher als die Künstler damals. Und wir kaufen bereits pigmentiertes und völlig ungiftiges Enkaustikwachs auf der Grundlage von Bienenwachs. Damit gestalten wir unsere Bilder auf speziellem Papier, auf Leinwand, Holz oder Stein.